Berlin, 17. Mai 2021 – Sensoren, die bei einem Sturz einen Notruf absetzen, eine digitale Anwendung, die an die nächste Mahlzeit erinnert, automatische Abschaltsysteme für Herd und Wasser. Digitale Assistenzsysteme können älteren und pflegebedürftigen Menschen zu mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im eigenen Zuhause verhelfen.
Im Rahmen einer Unternehmensbesichtigung beim Berliner IT-Unternehmen CASENIO AG, einem führenden Entwickler und Anbieter digitaler Assistenzsysteme für den Wohnbereich, informierte sich jetzt die SPD-Bundestagsabgeordnete Claudia Moll ausführlich über innovative Lösungen für ein smartes und sicheres Zuhause.
Claudia Moll: „Digitale Assistenzsysteme in der Pflege sind weit mehr als technische Spielereien.
Schon heute erleichtern solche Anwendungen Pflegebedürftigen das Leben in ihrer eigenen Wohnung. Angesichts der demografischen Entwicklung kommt diesen Technologien künftig eine noch größere Bedeutung zu.“
„In den nächsten 20 Jahren sind ein Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter und ein Anstieg der Seniorenzahl vorgezeichnet. Bereits heute ist jede zweite Person in Deutschland älter als 45 Jahre. Logischerweise nimmt so auch die Pflegebedürftigkeit in den kommenden Jahrzehnten zu. Die Pflege wird schon jetzt zum Großteil von den Angehörigen übernommen, die zumeist selbst noch erwerbstätig sind“, so Moll.
Die Bundestagsabgeordnete und gelernte Altenpflegerin weiter: „Gute Pflege bedeutet natürlich in erster Linie menschliche Nähe und Fürsorge. Smarte Technologien können Pflegefachpersonen und pflegende Angehörige zu Hause entlasten und Freiräume für die so wichtige persönliche Zuwendung schaffen. Durch das Wiedergewinnen von Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit verbessert sich die Lebensqualität der pflegebedürftigen Menschen.
Bei CASENIO konnte ich mich vor Ort davon überzeugen, dass bereits viele innovative technologische Entwicklungen im Bereich der Pflege auf den Weg gebracht wurden. Wichtig ist mir Akzeptanz, Anwenderorientierung und Datenschutz. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Pflegetechnologien, wie diese, wenn sie sicher, hilfreich und vertrauenswürdig sind, auch auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung stoßen und nach und nach Eingang in den Pflegealltag finden werden.“
„Dazu müssen diese Innovationen in die Breite getragen und für alle Betroffene und Pflegende verfügbar gemacht werden. Ein wichtiger Schritt dahin ist zweifellos die, im Digitale–Versorgung–und–Pflege–Modernisierungs–Gesetz (DVPMG), vorgesehene Erstattungsfähigkeit solcher digitalen Anwendungen“, betont Moll. Das DVPMG soll noch in diesem Sommer in Kraft treten.
Nach Auffassung von CASENIO-CEO Tim Lange liegt in der intelligenten Vernetzung von Geräten und Komponenten innerhalb von Wohnungen bzw. Wohnhäusern – mittels sogenannter Smart-Living- bzw. Smart-Home-Anwendungen, ein ganz entscheidender Hebel für die digitale Durchdringung der Immobilienwirtschaft insgesamt: „Dem tragen wir z. B. mit unserer Marke smartapart Rechnung. Bei den smartapart-Lösungen steht weniger selbstbestimmtes Wohnen im Alter im Fokus, als Komfort, Sicherheit, Energiemanagement, Schutz der Bausubstanz und Erhalt der Immobilie als solche. Die Nachfrage in diesem Zukunftssegment steigt rasant. Schon in wenigen Jahren werden viele smarte Wohnassistenten Standard sein. Der modulare Aufbau einer Smart-Living-Infrastruktur erlaubt eine stetige Anpassung an die Lebensgewohnheiten. Altersgerechte Anwendungen können so je nach Bedarf sukzessive implementiert werden.“
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